Der Weiße Ring: Legendäre Skirunde im Arlberg
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Es gibt nur wenig Skirunden in den Alpen, die bei allen Schneesportfans bekannt sind. Neben der Sella Ronda in den Dolomiten ist es vor allem der Weiße Ring zwischen Lech und Zürs am Arlberg ...
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Skiinfo
Veröffentlicht:
12.01.12
Es gibt nur wenig Skirunden in den Alpen, die bei allen Schneesportfans bekannt sind. Neben der Sella Ronda in den Dolomiten ist es vor allem der Weiße Ring zwischen Lech und Zürs am Arlberg, den jeder Ski- und Snowboardfahrer in seinem Leben mal gefahren sein muss. Die 21km lange Skirunde führt von Lech nach Zürs und über das Madloch und die landschaftlich beeindruckende Abfahrt nach Zug zurück ins Skigebiet von Lech. Insgesamt überwindet man über 5.000 Höhenmeter und umrundet dabei einmal das 2.580m hohe Omeshorn. Wir möchten euch die beeindruckende Skirunde genauer vorstellen:
3 Startpunkte - eine Schleife
Wer den weißen Ring fahren möchte, kann sich selbst aussuchen wo die Reise beginnen soll. Egal ob in dem versteckten Zug, in dem mondänen Lech oder im exklusiven Zürs, der Einstiegspunkt spielt keine Rolle. Wir starten mit unserer Tour in Lech, da es von hier am leichtesten ist, die Runde zu beschreiben.
Rüfikopfbahn und der Weg nach Zürs
Zwei parallele Pendelbahnen bringen die Skifahrer schnell und meistens ohne Wartezeiten auf den 2.350m hohen Rüfikopf. Nur während der Stoßzeiten gegen halb 11 Uhr vormittags und 15 Uhr am Nachmittag kann es hier - trotz zweier leistungsstarker Bahnen - zu Wartezeiten kommen. Von der Bergstation führen zwei Abfahrten zum kleinen Schlepplift Schüttboden. Die blaue Abfahrt Monzabon See ( Piste Nr. 38) ist dabei die landschaftlich schönere, führt sie doch direkt vorbei an der tief verschneiten Rüfispitze. Nach dem kurzen Schüttbodenlift geht es über eine breite Carvingabfahrt zur Trittalpbahn. Hier locken zahlreiche tolle Pisten, wir aber fahren weiter auf dem Weißen Ring und der Familenabfahrt 3a nach Zürs.
Seekopfbahn und Madlochbahn
Kurz bevor wir im Tal angekommen sind, können wir auf der anderen Seite zwei Sesselbahnen erkennen. Beide führen auf den Seekopf - von daher ist es egal ob man sich für die Zürserseebahn links oder die Seekopfbahn rechts entscheidet. Wir nehmen die Seekopfbahn und fahren von der Bergstation die kurze Abfahrt vorbei amZürsersee zur Madlochbahn. Hier gilt es etwas auf die Uhrzeit zu achten, denn die Doppelsesselbahn hat eine geringe Kapazität. Am besten nimmt man die Madlochbahn so um die Mittagszeit oder kurz vor Betriebsschluss um 16 Uhr.
Madloch - eine präparierte Skiroute
Die anschließende Madlochabfahrt ist eindeutig der anspruchsvollste Teil des Weißen Rings. Die präparierte Skiroute führt über 5Km und fast 1000 Höhenmeterund ist auf Grund der Länge nicht zu unterschätzen. Sie ist landschaftlich gesehen ein weiteres Highlight auf unserem Weg rund um das Omeshorn. Ein Tipp: Wer Buckelpistenfahren liebt, sollte nach dem ersten längeren Steilhang bei der SOS-Säule nach links in die kurze, aber steile Rinderhütte Skiroute abbiegen. Hier ist man für kurze Zeit ungestört. Nach zwei Drittel der Abfahrt erreichen wir eine Abzweigung: Rechterhand führt ein langer Skiweg direkt nach Lech, wir fahren weiter Richtung Zug durch tief verschneite Wälder und erreichen schließlich die Zuger Bergbahn, die uns zurück ins Lecher Skigebiet bringt.
Balmengrat und Kriegerhornabfahrt
Der anstrengendste Teil des Weißen Rings liegt nun hinter uns und wir können nach der langen Bergfahrt auf den Balmengrat die anschließende Abfahrt nach Lech genießen. Wir treffen auf andere Skifahrer, die vom Kriegerhorn kommen und fahren mit ihnen gemeinsam Richtung Schlegelkopf bzw. Oberlech. Egal für welche Variante wir uns entscheiden, beide führen zurück zu unserem Startpunkt nach Lech.
Dauer und Schwierigkeit Weißer Ring
Der Weiße Ring zwischen Lech, Zürs und Zug am Arlberg ist grundsätzlich nicht schwierig und kann von allen Allroundskifahrern bewältigt werden. Einzig und allein die Madlochabfahrt ist eine größere Herausforderung, stellt aber für einen normalen Skifahrer keinerlei Problem dar: DieSkirouteist für gewöhnlich präpariert. Insgesamt sollte man für die Skirunde grob zwei Stunden einplanen.
Der Weiße Ring - das Rennen
Auf dem Weißen Ring findet auch jedes Jahr ein spektakuläres Rennen statt. Dabei versuchen die Teilnehmer, die Skirunde um das Omeshorn möglichst schnell zu überwinden. Der bisherige Streckenrekord liegt bei 44:10:75 Minuten von Markus Weiskopf.
Autor: Markus Hahn