Nach großen Schneefällen in den ersten zehn Januartagen hat sich die Wetterlage in der vergangenen Woche wieder beruhigt. In Österreich, Frankreich, Deutschland und der Schweiz ist für das Wochenende Schnee angesagt...
Nach großen Schneefällen in den ersten zehn Januartagen hat sich die Wetterlage in der vergangenen Woche wieder beruhigt. In der Schweiz und in Frankreich werden in den nächsten Tagen wieder stärkere Schneefälle erwartet. Auch in Österreich und Deutschland ist für das Wochenende Schnee angesagt.
Große Schneefälle gab es innerhalb der letzten 72 Stunden in Teilen von Hokkaido in Japan. Dieses Gebiet ist bekannt als das schneereichste Gebiet der Erde. Es könnte ein neuer Rekord entstehen mit mehr als 2 Meter Schnee innerhalb von 48 Stunden. Rekordschneefälle gibt es weiterhin im Westen Kanadas. In einigen Skigebieten fielen in diesem Winter schon 6 Meter Schnee, mehrere Orte sind komplett eingeschneit.
Deutschland: Winterliches WochenendeAm Wochenende könnte es noch einmal winterlich werden in Deutschland. Ab Mittwochnachmittag wird vor allem im Nordwesten Deutschlands auf einer Höhe oberhalb von 400 Metern mit Schnee und Glätte gerechnet. Ein Hochdruckgebiet sorgt jedoch bis Freitag vorrangig für jede Menge Regen. Skigebiete im Sauerland und Harz können am Samstag und Sonntag mit leichten Schneefällen rechnen. Auch im Süden kommt es vereinzelt zu Schneefällen. Die Schneefallgrenze steigt ab Samstag in weiten Teilen des Landes auf 1000 Meter.
Innerhalb der letzten Woche gab es für einige deutsche Skigebiete noch einmal frischen Schnee. Dazu gehörten die Klausenlifte mit 30 cm, Unterjoch mit 25 cm und Obersalzberg mit 15 cm. Auf dem höchsten Berg des Landes liegt auch der meiste Schnee. Die Zugspitze meldet derzeit eine Schneehöhe von 370 cm. In Oberstdorf sind es 300 cm und in Grasgehren und Balderschwang 250 cm.
Österreich: Lawinengefahr abseits der PistenNach Straßensperrungen und Lawinenwarnungen in der ersten Januarwoche, blieb die vergangene Woche in Österreich relativ ruhig. In den Skigebieten fielen nur wenige Zentimeter Neuschnee. Nimmt man die letzten sieben Tage zusammen kommen einige Regionen auf bis zu 40 cm Schneefall. Das hat gut geholfen, um die Pisten in gutem Zustand zu erhalten. Obertauern und Zauchensee melden 40 cm für die vergangene Woche, während es in Fieberbrunn, Zillertal und St. Johan in Tirol jeweils 20 cm schneite.
Dank der starken Schneefälle zum Jahresanfang sind die Schneehöhen in Österreich immer noch beeindruckend. Die größte Schneehöhe finden Skifahrer in St. Anton am Arlberg mit 440 cm. Das Zugspitzplatt Ehrwald folgt mit 370 cm. Lech Zürs am Arlberg misst derzeit 350 cm. Weitere zehn Skigebiete haben an der Bergstation eine Schneehöhe von über drei Meter.
Eine weitere Neuigkeit kommt aus Sölden, hier hat gestern der Fun Park eröffnet. Die Lawinengefahr abseits der Pisten ist in mehreren Gebieten, darunter Mayrhofen, weiterhin hoch. Eine riesige Lawine hat sich am Dienstag im Gasteinertal gelöst. Die 150 Meter breite und 400 Meter lange Schicht aus Schnee und Eis hat glücklicherweise niemanden verletzt, obwohl einige große Brocken auch auf einer angrenzenden Piste landeten und diese zuschütteten.
Zum Ende der Woche wird es wieder etwas wärmer in Österreich, die Schneefallgrenze steigt zeitweise auf über 1000 Meter. Neue Schneefälle sind je nach Höhenlage zum Ende der Woche zu erwarten.
Schweiz: Kein Polo in St. MoritzDie letzten Tage in der Schweiz waren vor allem sonnig. Skifahrer und Snowboarder konnten von den frischen Schneefällen der letzten Wochen profitieren. Die Schneehöhen können sich sehen lassen und Skiurlauber dürfen sich über beste Pistenverhältnisse freuen. Am Donnerstag und Freitag werden neue Schneefälle vor allem in den nördlichen Alpen erwartet. Am meisten Schnee liegt derzeit in Lungern-Schönbüel, dort sind es 450 cm. In Engelberg liegen immerhin 385 cm und in Gstaad Glacier 3000 sind es 380 cm.
Im Gegensatz zu den guten Schneeverhältnissen in den Skigebieten ist das Eis für den Polo World Cup in St. Moritz zu dünn. Die Veranstaltung musste zum ersten Mal seit 28 Jahren wegen der zu unsicheren Eisdecke abgesagt werden.
Frankreich: Der Schnee kommt zurückDie zweite Woche in Folge genießen Skiurlauber in französischen Skigebieten sonnige und kalte Tage. Diese Ruhephase erlaubt es den Resorts letzte Reste der vergangenen chaotischen Schneetage zu beseitigen. Die Normalität ist wieder eingekehrt und die Bedingungen zum Skifahren bleiben perfekt in den nördlichen Alpen. Mehr als drei Meter Schnee liegen derzeit auf den Pisten in Chamonix. Auch in den südlichen Alpen sind die Abfahrten bestens präpariert, Montgenevre und Les Orres melden 150 cm Schnee. Ebenso sieht es in den Pyrenäen aus, 150 cm sind es in Pia Engaly. Zufrieden kann man auch im französischen Jura sein, hier liegen 60 cm in Monts Jura. Durchschnittlich sieht es im Zentralmassiv aus mit Schneehöhen zwischen 10 cm und 60 cm. Ähnliche Bedingungen findet man in den Vogesen mit 30 cm bis 60 cm an den Stationen.
Die letzten signifikanten Schneefälle wurden in Frankreich vor 10 Tagen gemeldet. Die Pause wird jedoch laut den aktuellen Wettervorhersagen ab Mittwochabend beendet sein. Es sind Schneefälle bis zum Ende der Woche angekündigt. Alle französischen Gebiete werden von den neuen Schneefällen profitieren. Am meisten Schnee wird allerdings in den nördlichen Alpen erwartet.
Italien: Gute Schneehöhen bleibenWie auch in den anderen Alpenländern, gab es in Italien nicht viel Schnee innerhalb der letzten Woche. Die Schneehöhen im Land sind jedoch weiterhin sehr gut nach den vorangegangenen starken Schneefällen. Die größte Schneehöhe mit 280 cm ist in Cervinia im Aostatal im Nordwesten zu finden, in Arabba in den östlich gelegenen Dolomiten werden 278 cm gemeldet.
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