Ein englischer Wissenschaftler hat einmal behauptet, dass zu den Dingen, die Männer am liebsten tun, das Aufstellen von Listen gehört. Und natürlich das Abarbeiten derselben. Die anspruchsvollste dieser Listen sind vermutlich die Seven Summits, die höchsten Berge aller sieben Kontinente. Das am Beginn jeder Liste stehende Problem, festzulegen was auf die Liste gehört und was nicht, stellt sich bei den Seven Summits (gehört der Elbrus noch zu Europa oder steht er schon in Asien?) genauso, wie bei unseren Listen. Daher stellen wir neben den mutmaßlichen Spitzenreitern auch weitere Kandidaten vor.

Bei einer Liste haben wir indes aufgegeben: Die Klärung der Frage, welches Skigebiet am nächsten am Äquator liegt, also am weitesten in schneefeindliche Regionen vorstößt. Dies hätte eines Reiseaufwandes bedurft (Bolivien, Peru, Lesotho, Südchina, Taiwan, Hawaii), der angesichts der potenziell marginalen Bedingungen in diesen letzten Außenposten des Wintersports vermutlich weder durch einen Spaßfaktor noch durch den Umstand, dass irgendjemand auf die Beantwortung dieser Frage warten würde, gerechtfertigt wäre. Die Frage nach dem höchsten Skigebiet der Welt ist kaum weniger knifflig, erschien uns aber irgendwie bedeutsamer. Daher gingen wir ihr genauso nach, wie der nach dem schneereichsten Skigebiet und mussten dabei feststellen, dass mehr Höhe und mehr Schnee zwar grundsätzlich gut sind, aber irgendwann auch Schluss ist. Zu wenig Sauerstoff und die Unmöglichkeit Lifte täglich auszubuddeln, setzen dem Skibusiness natürliche Grenzen. Auch die dunkle Kälte polarer Regionen ist irgendwann nicht mehr schön, weshalb die nördlichsten und südlichsten Skiareale auf unserem Globus einen gehörigen Abstand zu den Polen wahren. Große Distanzen muss man auf jeden Fall zurücklegen, will man die fünf Pole der Skigeografie in Angriff nehmen: so um die 45.000 Kilometer – Luftlinie versteht sich.