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Harakiri Mayrhofen: Skipiste mit Adrenalinkick

2. November 2016 | Mayrhofen

Skigebiete in diesem Artikel: Mayrhofen

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Copyright: Bergbahnen Mayrhofen | Dominic Ebenbichler

Steil, steiler, Harakiri: Mit einem Gefälle von 78 Prozent ist die Harakiri in Mayrhofen die am stärksten abfallende Skipiste Österreichs. Wer sich traut den fast senkrechten Hang hinunterzuwedeln, der benötigt eine große Portion Mut und Selbstvertrauen. Denn die Harakiri ist selbst für hartgesottene Skifahrer eine Herausforderung. Ich überwinde meine Ängste und wage mich auf die berühmte Skipiste in Österreich.

Harakiri auf der To-Do-List
159 Pistenkilometer erwarten Urlauber auf den zwei Skibergen in Mayrhofen. Obwohl ich bei meinen Winterurlauben in Mayrhofen schon unzählige Abfahrten bezwungen habe, steht die größte Herausforderung noch an: die steilste Abfahrt Österreichs – die Harakiri Piste in Mayrhofen. Wenngleich die ursprüngliche Bedeutung des Ausdrucks Harakiri eine andere ist (ritueller Selbstmord in Japan) wird schnell klar, woher dieser Hang den Namen hat. Mit 78 Prozent Gefälle ist die Harakiri in Mayrhofen im Zillertal nichts für schwache Nerven. Psychisch und physisch gut vorbereitet starte ich in das große Abenteuer.

 

Bilder & Videos

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Skisprungschanze vs. Pistenabfahrt
Los gehts mit der 3S-Penkenbahn hinauf auf das Plateau. Ich folge den Beschilderungen und erreiche nach wenigen Minuten den „Start“ der Harakiri Skipiste. Obwohl ich schon viel darüber gelesen und mich gut vorbereitet habe, stockt mir der Atem bei diesem Anblick. Von oben sieht die fast senkrechte Piste eher aus wie eine Skisprungschanze, als eine Abfahrt. Ich beobachte die mutigen Skifahrer, die teilweise gekonnt, teilweise wackelig die steilste Piste Österreichs hinunterkurven. Als sich die Piste etwas leert, wage ich den ersten Schwung.

Balanceakt Harakiri
Langsam und voll konzentriert ziehe ich Kurve für Kurve. Ich möchte nicht daran denken was passiert, wenn ich in den ersten Metern das Gleichgewicht verliere. Aber meine skifahrerischen Fähigkeiten lassen mich zum Glück nicht im Stich. Nach einigen Minuten – für mich eine gefühlte halbe Stunde – habe ich es geschafft. 1.500 Meter Nervenkitzel liegen hinter mir. Stolz blicke ich die Piste hinauf.

Glücksgefühle im „Ziel“
Nachdem ich halbwegs realisiere, was ich gerade geschafft habe, lausche ich den Gesprächen der anderen Skifahrer. Ich schnappe Wörter wie „Nervenkitzel, Adrenalin und Mut“ auf. Da sind wir einer Meinung. Nach einem obligatorischen Erinnerungsfoto vor der steilsten Piste Österreichs fahre ich auf immer noch wackeligen Beinen zur nächsten Hütte. Das Essen und ein Schnapserl habe ich mir jetzt mehr als verdient.

Jeden Freitag findet zudem auf der Piste das Harakiri-Fotoshooting statt. Dein Erinnerungsbild kannst du kostenlos im Online-Shop der Mayrhofner Bergbahnen herunterladen.


Facts zur Harakiri Skipiste in Mayrhofen:

- steilste Piste Österreichs
- Gefälle: 78 %
- Länge: 1.500 Meter
- Breite: 60 Meter

 

Voraussetzungen:

- Kenntnis der FIS-Regeln
- körperliche Fitness
- Körperbeherrschung
- Außenski belasten
- perfekte Ausrüstung (scharfe Kanten und ein Helm)

 

Mehr Informationen findet ihr hier: www.mayrhofen.at

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