Rund acht Millionen Euro haben die Gasteiner Bergbahnen im Sommer 2016 in Qualitätsverbesserungen in den Skigebieten investiert. Mit der Umsetzung des Generationenprojektes „Schlossalm Neu“ soll im nächsten Jahr voll durchgestartet werden.

 

Projekt „Schlossalm Neu“

Für die Skipistenüberführung über die Bundesstraße sowie für weitere Vorbereitungsarbeiten für die Modernisierung der Schlossalm wurden im heurigen Jahr rund 3,2 Millionen Euro ausgegeben. Das Gesamtvorhaben wurde in einer sehr umfangreichen Umweltverträglichkeitsprüfung bewilligt. Aufgrund der Bescheidauflagen gibt es in den höher gelegenen Bereichen gewisse Bauzeitbeschränkungen.

Im Herbst 2016 werden noch Vorarbeiten durchgeführt, damit im Frühjahr 2017 gleich nach der Schneeschmelze mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die größten Baumaßnahmen werden in den Sommermonaten 2017 und 2018 stattfinden. Mit Beginn der Wintersaison 2018/19 soll die neue Schlossalmbahn in Betrieb gehen.

 

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Optimierung Schneeanlage

Aufgrund der Erfahrungen in den letzten Saisonen wurden Maßnahmen im Bereich der Schneeanlagen ausgearbeitet, welche die Effizienz der bestehenden Schneeanlagen deutlich verbessern werden. Ziel ist es, in einem engen Zeitfenster ein kompaktes Angebot schaffen zu können.

Verbesserungsmaßnahmen wurden heuer bei den Schneeanlagen in Sportgastein, auf der Bucheben, vom Stubnerkogel ins Angertal sowie von der Schlossalm ins Angertal gesetzt. Durch Optimierungen in den Pumpstationen, zusätzlich geschaffene Anschlussstellen und die Anschaffung zusätzlicher mobiler Schneekanonen erreichen wir eine höhere Flexibilität sowie eine höhere Leistungsfähigkeit. Für Schneeanlagen-Erweiterungen wurden im Investitionsbudget 2016 rund 2,8 Millionen Euro vorgesehen.

 

Lawinensprenganlage - Gazex

Die Ende der 70er Jahre errichteten Lawinensprengbahnen im Bereich der Hohen Scharte werden heuer abgetragen und durch eine moderne Gazex-Anlage ersetzt. Die Kosten dafür betrugen rund 0,8 Mio. Euro. Bei dieser neuen Anlage erfolgt eine vorbeugende Lawinenauslösung durch die Explosion eines Sauerstoff-Propangas-Gemisches.

Die Explosion wird in einem im Anbruchgebiet installierten Zündrohr ausgelöst und bewirkt zwei Effekte: Erstens eine Stoßwelle, die zuerst einen Überdruck, dann einen Unterdruck auf die Schneedecke ausübt und zweitens einen direkten Druck auf den Schnee unterhalb der Zündrohröffnung. Nachdem kein Sprengstoff verwendet wird, sind auch potentielle Blindgänger unmöglich.

Weitere Vorteile:

- wirkungsvoller als Sprengstoff

- Auslösung bei jedem Wetter ohne Risiko für das Personal

- sehr kurze Auslösefolge: 2 bis 3 min


Je nach Größe des Anbruchgebietes werden drei verschiedene Zündrohrtypen eingesetzt. Standardcontainer, die auf Holzplattformen aufgestellt werden, sind für die Versorgung von bis zu 10 Zündrohren geeignet. Sie sind ausgerüstet mit Ausgleichsbehälter, Sauerstoff- und Propangasflaschen, einer Empfangseinheit der Funksteuerung, einem Antennenmast sowie Messinstrumenten (z.B. für die Betriebsmitteldrücke bzw. –mengen, Temperatur, Batteriespannung).

Der kleinere Kompaktschrank ist für die Versorgung von maximal zwei Zündrohren geeignet. Er kann auch im extremen Gelände aufgestellt und mit Erdankern befestigt werden.

Die Steuerung der Gazex-Anlage erfolgt mittels Computer und einer Spezialsoftware über Funk aus der Distanz. Das ausgeklügelte Sicherheits- und Codierungssystem verhindert unbefugtes Eingreifen von außen in die Steuerung der Anlage. Ein im Bereich des Containers montiertes Seismometer meldet die erfolgte Explosion, sowie den Abgang der Lawine an den Steuerungscomputer. Ein Statistik-Programm erfasst sämtliche Bedien- und Auslösevorgänge der gesamten Anlage, so dass ein komplettes Sprengprotokoll zur Verfügung steht.

 

Pistengerät und Arbeitsmaschinen

Rund 25 Pistengeräte sind im Einsatz, um täglich optimal präparierte Pisten anbieten zu können. Für die Neuanschaffung eines Pistengerätes wurden rund 0,4 Millionen Euro ausgegeben.

 

Riesentorlaufstrecke mit „Skimovie“

Den Höhenmeterservice von Skiline können unsere Kunden schon einige Jahre nutzen. Neu ist ab der kommenden Wintersaison eine „Skimovie Anlage“ auf der permanenten Riesentorlaufstrecke, die auf der Trainingspiste Haitzingalm ausgesteckt wird. Jeder, der das Drehkreuz am Start passiert, wird automatisch gefilmt. Das Video wird in Echtzeit auf die Server übertragen und steht dem Gast kurz nach Überquerung der Ziellinie zur Verfügung.

Auch der Fotopoint auf der Hängebrücke wird in das System eingebunden. Der Skipass dient zur Erkennung und mit der Skipassnummer kann man unter www.skiline.cc oder am Skiline App seine gefahrenen Kilometer, Höhenmeter, Bilder und Videos sofort ansehen, herunterladen oder weiterschickten.

 

Freeride Event „Open Faces“

Die Freeride-Serie „Open Faces“ umfasst sieben Veranstaltungen in vier Bundesländern und ist im kommenden Winter erstmals zu Gast in Gastein. Vom 7. bis 9. April 2017 wagen sich die Rider auf neues Terrain: Die Mauskarspitze auf der Schlossalm wird zum Hotspot der Freerider. Wer auf dieser Tour erfolgreich Punkte sammelt, kann sich für die Königsdisziplin unter den Freeridern, die „Freeride World Tour“, qualifizieren.

Kaum ein Bereich im alpinen Skilauf hat sich in den vergangenen Jahren so schnell und stark entwickelt, wie der Bereich Freeride. Bereits vor einigen Jahren haben wir begonnen, für diese Zielgruppe Möglichkeiten zu schaffen, Freeriden von der Pike auf zu erlernen. Die beiden Info Bases, das Lawinensuchfeld sowie die Skirouten in Sportgastein und auf der Schlossalm sind dafür eine ideale Voraussetzung. Wichtig dabei sind das Thema Sicherheit und die Eigenverantwortung im freien Gelände.

 

Neue „Freeride Map“

Insiderwissen zum Einstecken. Mit der Freeride Map „Hohe Tauern Select“, gibt es einen Überblick über die besten Spots in der Region Gasteinertal – Schareck (Mölltaler Gletscher) und Ankogel.

Diese Karte für Freerider macht das Wissen der Locals verfügbar – auf Papier oder in einer App. Alle Offpiste-Runs und Couloirs eines Gebiets sind in so genannten Freeride-Korridoren in drei Schwierigkeitsgraden farblich gekennzeichnet. Die praktischen Karten im Maßstab 1:25.000 zeigen alle für die Routenplanung und Umsetzung im Gelände notwendigen Informationen.

Hard facts:

- Detailliert – Massstab 1:25 000 liefert alle Infos

- Insiderwissen – alle lokalen Runs auf einer Karte

- Robust – gedruckt auf reiss- und wasserfestem Papier

- Übersichtlich – drei Schwierigkeitsgrade in drei Farben dargestellt

- Komplett – Basiswissen Routenplanung, Lawinenprävention und Rettung auf der Rückseite

- Kompakt – Format 10 x 15 cm passt in jede Hosentasche

- International – alle Karten sind zweisprachig

Einen Überblick und nähere Informationen über alle angebotenen Freeride Maps erhaltet ihr unter www.freeride-map.com.

 

„Skiroute Katstall“ in Bad Hofgastein

Abseits der Pisten und trotzdem mitten im Skigebiet: Auf der Schlossalm in Bad Hofgastein gibt es eine nicht präparierte Skiroute über eine Länge von rund 900 Höhenmeter.

Freerider zieht es ins Gelände. Diesen Trend, der von der Skiindustrie durch neue Produkte für diese Zielgruppe noch verstärkt wird, spürt man auch in Gastein. „Die Skiroute ist entsprechend markiert, wird aber vom Pistendienst weder präpariert noch kontrolliert. Die einzige Kontrolle und Freigabe der Strecke erfolgt in Bezug auf die Lawinengefahr“, sagt Franz Schafflinger von den Gasteiner Bergbahnen.

Die Skiroute führt von der Schlossalm ins Angertal. Sie beginnt direkt bei der Bergstation der Kaserebenbahn und führt über die ehemalige Katstallabfahrt in Richtung Angertal. Je nach Schnee- und Wettersituation wird den Wintersportlern damit eine Tiefschnee- oder Buckelpiste zur Verfügung stehen.

„Wir möchten zwar dem Trend Rechnung tragen, trotzdem aber auch das Thema Sicherheit und Selbstverantwortung in den Vordergrund stellen“, so Schafflinger. Ähnlich wie am Kreuzkogel in Sportgastein versorgt daher eine Info Base in der Nähe der Bergstation der Kaserebenbahn die Skifahrer mit allen relevanten Infos zu Schnee und Sicherheit. „Unser Ziel ist es, die Freerider in „geordnete Bahnen“ zu lenken. Es geht nicht, dass jeder einfach frei drauf los fährt, ohne auch an andere zu denken. Bewusst unterstützen wir daher auch die Aktion vom Land Salzburg zum Thema „Respektiere deine Grenzen“, wo zum Beispiel Aufforstungsflächen oder Fütterungsbereiche für das Wild als absolute Tabu- und Ruhezonen ausgewiesen werden“, ergänzt Schafflinger.

 

Freier Skiraum - Jungeralm

Aufgrund der Höhenlage gibt es in Gastein viele Hänge oberhalb der Waldgrenze, die sich als wahres Paradies für die Freerider erweisen. So zum Beispiel auch auf der Westflanke des Stubnerkogels in Richtung Jungeralm. Um darunter liegende Waldflächen und Wildeinstandsgebiete entsprechend zu schützen, werden die Freerider auf einem präparierten Forstweg oberhalb der Waldgrenze wieder zur Talstation der Jungeralmbahn zurückgeführt. Damit ist allen geholfen: Die Freerider können die Tiefschneehänge nützen ohne unnötigen Schaden für Wald und Wild anzurichten.

 

Funslope Gastein - Schlossalm

Mit der „Funslope Gastein“ entstand im Bereich der Haitzingalm ein noch nie dagewesenes Produkt, das für ein breites Publikum eine willkommene Abwechslung zum Fahren auf den normalen Pisten bietet. Der Name ist dabei Programm, denn „Fun-Slopes“ sind „Spaß-Pisten“ für alle Gäste!

Technisch gesehen ist eine Funslope ein „Hybrid“ zwischen den bekannten Angeboten Piste, Snowpark und Cross. Die Führung der Strecke erfolgt als Slope, das heißt es gibt nur eine Streckenführung. Die Elemente in einer Funslope ähneln teilweise Elementen, die man aus Anfänger-Snowparks kennt. Es gibt zum Beispiel Wellen und kleinere Sprünge. Das Besondere an Funslopes sind die „verspielten“ Elemente wie Brücken, Tunnel oder auch „Schnecken“, die besonders Kindern große Freude machen. Aus dem Cross kommen Elemente wie Banks (kleine Steilkurven) und Richtungswechsel.

Für den Fahrspaß der Gäste ist die Länge der Anlage ausschlaggebend und die Breite vergleichsweise weniger wichtig. Die ideale Hangneigung ist sehr moderat und entspricht in etwa einer blauen Piste. Mit auffälligen Kubaturen ist jede Funslope ein echter „Hingucker“. Das Einzigartige an Funslopes ist, dass sie für jeden Wintersportler Fahrvergnügen bieten. Wem es zu rasant ist, der fährt einfach langsamer. Wichtig ist: Jeder sollte Spaß haben, egal ob Klein oder Groß, super Skifahrer oder Skianfänger.

 

Gasti Park - Angertal

Der Gasti Park im Skizentrum Angertal wurde im hinteren Bereich für die „ganz Kleinen“ erweitert. Das Maskottchen „Gasti“ steht im Mittelpunkt dieses Winterkinderlandes. Auf der verschneiten Wiese stehen neben einem Schnee-Iglu auch mehrere Gastifiguren in verschiedenen Formen gleichmäßig verteilt. So haben die Kinder überall Platz „mit“ Gasti zu spielen. Mit Rutsch-Äpfeln und Tubes ist der Spaß auf der schiefen Ebene garantiert.

 

Gipfelsieg & Gourmetfrühstück in Sportgastein

Bekannt für seine Höhenlage bietet das Skigebiet in Sportgastein einen unglaublichen Ausblick auf die umliegenden 3.000er. So einfach war es noch nie, den Gipfel zu erstürmen: Das Gipfelkreuz des Kreuzkogels (2.686 m) ist von der Bergstation in nur wenigen Minuten leicht erreichbar.

Um acht Uhr früh geht es mit der Gondel hinauf, dann sind es nur mehr ein paar Schritte durch den Schnee. Von der Bergstation der Goldbergbahn wandert man mit ortskundiger Begleitung zum Gipfelkreuz, um den spektakulären Ausblick auf über 400 Berggipfel zu genießen.

Nach dem obligaten Gipfelfoto wird beim Gourmet-Frühstück richtig aufgetischt: Frisches Brot und Gebäck und jede Menge regionaler Schmankerl sind die Zutaten für ein unvergessliches Frühstück in der Glas-Aluminium Kuppel mit Panoramablick auf die Bergwelt. Das Gipfelsieg & Gourmetfrühstück findet jeden Mittwoch (nur bei Schönwetter) statt.

  • Normalpreis: € 48,- p.P., mit Gastein Card: € 45,- p.P.
  • Treffpunkt: 08.00 Uhr Talstation Goldbergbahn Sportgastein
  • Anmeldung am Vortag bis 17.00 Uhr beim Kur- und Tourismusverband Bad Gastein: 06432/3393-560

 

Mobile Ticketing – nie wieder anstehen beim Skipass-Kauf

Das Ticketing wird direkt über ein mobiles Webservice abgewickelt und kann von jedem internetfähigen Smartphone direkt aufgerufen werden. Darüber hinaus ist der mobile Webservice auch über die App Ski amadé Guide abrufbar. Die vorhandene Key Card (Skikarte) kann jederzeit mobil aufgeladen werden, das Ticket ist innerhalb weniger Sekunden aktiv und kann sofort benutzt werden. Die Bezahlung erfolgt einfach und sicher über die Kreditkarte.

 

Fernsehkanal – Info Channel Gastein

Der Fernsehkanal der Gasteiner Tourismuswirtschaft steht weltweit online zur Verfügung. Unter www.skigastein.com/livestream wird der Kanal 1:1 und in Echtzeit 24 Stunden lang übertragen. Somit kann jedermann jederzeit „nach Gastein schauen“ und sich tagesaktuell informieren.

 

Schnee- und Pistenmanagement

Nach dem vorjährigen Pilotprojekt in Sportgastein hält das satellitengestützte Schnee- und Pistenmanagement auch auf der Schlossalm und am Stubnerkogel Einzug. Es geht um den effizienten Einsatz des technisch erzeugten Schnees, dessen Herstellungskosten nach einer Faustformel bei rund 3,5 Euro je Kubikmeter liegen.

Um den Einsatz der Schneekanonen präzise planen, Ressourcenverbrauch und Arbeitsstunden reduzieren zu können, wurden in den vergangenen Jahren elektronische Systeme zur präzisen Schneehöhenmessung per Satellitenortung geschaffen. Pistengeräte erfassen während der Fahrt im Sekundentakt die Schneehöhe auf sechs bis sieben Zentimeter genau und übermitteln die Daten an die Leitstelle sowie an die weiteren Pistengeräte im Skigebiet, denen sie dann sofort, „in Echtzeit“ zur Verfügung stehen. Die Pistengeräte orientieren sich anhand der GPS- und Glonass-Satelliten. Für eine höhere Präzision bei der Positionsbestimmung wird im Gebiet eine Basisstation errichtet, die als Referenzpunkt mit exakt bekanntem Standort per Funk ein Korrektursignal sendet. Für die Weiterleitung dieses Signals werden an mehreren Stellen Repeater, also Verstärker, benötigt. Anhand des Satelliten- und des Korrektursignals wird der Aufenthaltsort bestimmt.

Um nun die Schneehöhe zu ermitteln, braucht der Rechner des Pistengerätes ein detailliertes Modell des Geländes, in dem es unterwegs ist. Das Gelände wurde in der schneefreien Zeit per Laserscan aus einem Flugzeug vermessen. Kennt nun die Pistenmaschine sowohl ihre aktuelle Position als auch die hinterlegte Oberfläche des Geländes im Sommer, kann sie sich denken: Alles, was dazwischen ist, muss Schnee sein. Dessen Höhe wird dem Fahrer permanent und übersichtlich aufs Display gespielt, in Ziffern sowie in einer farbigen Darstellung nach Art eines Navi-Bildschirms: Der zeigt Flächen in unterschiedlichen Farben je nach tatsächlicher Schneehöhe. Mit Hilfe von Neigungssensoren in den Fahrzeugen wird bei der Messung die Schräglage einkalkuliert, sodass die wahre Schneehöhe über dem Erdboden angegeben werden kann.

 

Weitere Informationen findet ihr hier: www.gastein.com