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Qual oder Spaß? Kriterien für die Auswahl der richtigen Skischule

3. Januar 2018 | Hansjoerg Pichler | Skiinfo

Qual oder Spaß? Kriterien für die Auswahl der richtigen Skischule- ©Bayern Tourismus

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Egal ob ihr als Eltern eine Skischule für euer Kind sucht, als Wiedereinsteiger etwas Hilfe benötigt oder einfach gerne mit professioneller Begleitung unterwegs seid: Bei der Skiurlaubsplanung habt ihr bestimmt schon mal die Qual der Wahl gehabt und nach Kriterien gesucht, an denen man eine gute Skischule oder einen geeigneten Skilehrer erkennt.

Das Angebot in den großen Skigebieten ist oft sehr groß. Egal, ob man sich nach einem Anfängerkurs umsieht oder ein neues Fahrniveau erreichen will, bei der Auswahl der Skischule kann man auf einige Qualitätskriterien achten. Welche das sind und wo ihr die Top-Skischulen des Alpenraums findet, lest ihr hier.


Das Wichtigste ist der Wohlfühlfaktor

Ganz wichtig ist zunächst, dass man sich in der ausgewählten Skischule wohl fühlt. Die Begeisterung des gesamten Teams für seine Arbeit sollte von ersten Kontakt weg spürbar sein. Kommt ihr für eine erste Information in das Büro und alles wirkt hektisch und wenig persönlich, dreht einfach wieder um und versucht es bei einer anderen Skischuhe, die vielleicht besser in der Lage ist, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Denn in einer Skischule sind Vertrauen, Wohlfühlen und eine positive Grundstimmung das A und O. Schaffen es die Mitarbeiter einer Skischule nicht, dir oder deinem Kind freundlich und zuvorkommend zu begegnen und Lust am Skifahren zu vermitteln, machen sie ihren Job nicht gut genug.

Erfahrung und Routine der Lehrenden stehen dabei nicht im Gegensatz zu einem lebendigen und manchmal auch humorvollen Unterricht. Eine gute Skischule bietet eine breite Palette an Unterrichtsmöglichkeiten an und ermöglicht sowohl Gruppenunterricht in fixen Kursen als auch Privatstunden. So findet jeder Skifahrer das richtige Angebot für seine persönlichen Ambitionen.

Auch die Gruppeneinteilung ist aufschlussreich und man darf sich nicht scheuen, vor der Buchung danach zu fragen: Wie viele Personen fahren in einer Gruppe, werden Erwachsene, Kinder und Jugendliche getrennt unterrichtet, welche Leistungskriterien werden für die Einteilung angewendet? Ist ein Gruppentausch später noch möglich?

Weitere Hinweise auf einen qualitätsvollen Unterricht und gute Organisation der Skischule geben auch das äußere Erscheinungsbild und die Verwendung von moderner Ausrüstung. Besonders in den großen Skigebieten sind alle Skilehrer einer Skischule oft einheitlich gekleidet, um auf der Piste sofort erkannt zu werden. Das ist natürlich kein Qualitätsmerkmal, oft ist es aber so, dass die großen, professionellen Skischulen viel Wert auf Ausbildung, Auftreten, professionelle Betreuung und eine zuverlässige Organisation legen. Hier hat man also gute Chancen, zumindest in Bezug auf die Durchführung des Skiunterrichts keine Enttäuschungen erleben zu müssen.

Wenn ihr keine eigene Skiausrüstung habt oder lieber ohne großes Gepäck reist, werdet ihr in der Skischule mit Leihgeräten und persönlicher Beratung versorgt. Schaut euch den Zustand der Leihgeräte ruhig genau an - sind sie modern, gut gewartet und auf Sicherheit ausgerichtet, könnt ihr meist auch auf einen sorgfältigen Unterricht schließen.

Die Alpin-Skikurse sind natürlich das Herzstück jeder Skischule, darüber hinaus unterrichten vor allem die größeren Skischulen aber auch andere Schneesportarten wie Snowboarden oder Langlaufen. Ein großer Trend sind auch Freeride-Kurse, die aber meist vor allem von Bergführerbüros und spezialisierten Skilehrern angeboten werden. Beim Schneeschuhwandern oder auf einer Skitour entdeckt ihr die Region von einer anderen Seite und minimiert aufgrund der ortskundigen und qualifizierten Führer die Risiken.

 

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Die ideale Skischule für eure Ansprüche

Skischulen findet man in jedem auch noch so kleinen Wintersportort und eine Entscheidung für einen bestimmten Anbieter fällt oft schwer. Die Auswahl des geeigneten Skischulkurses oder Skilehrers ist aber bereits der erste Schritt zum Erfolg, wenn es darum geht, Ski fahren zu lernen bzw. seine Skifahrkünste zu optimieren.

Absolute Anfänger ebenso wie Könner mit Ambitionen können einen optimalen Skiurlaub mit dem gewünschten Ergebnis erleben, wenn sie sich entsprechend informieren. So verfügen die meisten Skischulen über eine eigene Webseite, auf der man sich bequem von zu Hause aus über die angebotenen Kurse schlau machen kann. Hier lässt sich zum Beispiel auch herausfinden, ob die Schule einem Skilehrerverband angehört, welche Zusatzangebote im Programm stehen oder was die Betreuung bei den Kinderkursen (zum Beispiel ob ein Mittagessen inklusive ist, wie viele Stunden am Tag unterrichtet werden, usw.) umfasst. Die Zugehörigkeit zu einem Verband (DSLV, DSV, ÖSSV, SWISS SNOWSPORTS, …) ist dabei ein wertvoller Hinweis auf Qualität, da die Skischule dafür gewisse Kriterien erfüllen muss.

Ob man in der Skischule nun Privatunterricht nimmt oder lieber in einer Gruppe lernt, hängt von der individuellen Neigung und von den Erwartungen an den Kurs ab. Beim Gruppenunterricht fühlen sich Skifahrer wohl, die gerne in Gesellschaft lernen und Motivation aus der gemeinsamen Herausforderung beziehen. Der Spaß kommt hier auch neben den Technikübungen nie zu kurz und setzt sich oft über das Après-Ski bis in den Abend hinein fort. Daher eignet sich der Gruppenkurs auch besonders für jene, die allein auf Skiurlaub fahren. Ein weiterer Vorteil des gemeinsamen Unterrichts ist, dass sich die Aufmerksamkeit des Skilehrers auf alle Schüler verteilt und das Skifahren für jeden einzelnen daher nicht so anstrengend ist.

Was für manche ein willkommener Vorteil, ist für andere nicht genug: Beim Einzelunterricht ruhen die Argusaugen des Skilehrers ständig auf seinem Schützling, er kann intensiv und effektiv an der Verbesserung des Fahrstils arbeiten. Natürlich ist dieser Kurs kostenintensiver, wer aber zum Beispiel spezielle Probleme ausmerzen will oder nach Perfektionierung der Technik strebt, wird von den Privatstunden mit einem guten Skilehrer profitieren. Bei den Privatstunden soll man mit dem Lehrer „auf einer Welle“ carven, um gute Fortschritt zu erzielen. Neben den persönlichen Voraussetzungen müssen freilich auch die fachlichen stimmen. Achtet darauf, dass der Skilehrer über eine staatliche Prüfung und über ausreichend Erfahrung verfügt.

 

Ein guter Skilehrer kann mehr als skifahren

Wenn die Sprache auf den Skilehrer kommt, sind althergebrachte Vorurteile und Klischees oft schnell zur Hand. Er sei ein charmanter, gut aussehender Herzensbrecher, der während des flirtreichen Skiunterrichts eine Eroberung nach der anderen mache. Die Wirklichkeit hat damit nicht viel zu tun. Der Beruf des Skilehrers ist anspruchsvoll und nicht für jeden guten Skifahrer geeignet.

Sicherlich muss man auf den Skiern eine gute Figur machen, die Technik beherrschen und in athletischer Manier lange Skitage bewältigen – und das über einen ganzen Winter hinweg, meist sechs Tage in der Woche. Das geht an die Substanz! Wenn jemand die staatliche Skilehrerausbildung absolviert hat, gibt dies den Skischülern die Gewissheit, einen wirklichen Fachmann zu buchen, der sich technisch und sportlich auf einem hohen Niveau bewegt.

Darüber hinaus sind außerdem bestimmte persönliche Eigenschaften vonnöten. Wie jeder andere Lehrer muss auch der Skilehrer pädagogisches Grundwissen und Gespür mitbringen. Jede Woche oder sogar jeden Tag heißt es, sich auf eine neue Gruppe einzustellen und sowohl mit Erwachsenen als auch Kindern den richtigen Ton zu finden. Die Anfängerkurse verlangen vom Skilehrer viel Geduld und Ausdauer, dabei sollte er die Schüler immer wieder motivieren können und mit Lob nicht sparen. Auch der Unterricht für Fortgeschrittene muss auf die jeweiligen Erwartungen und das Können der Teilnehmer abgestimmt werden. Ein guter Skilehrer kann das eigene Wissen anschaulich vermitteln, hat immer ein wachsames Auge auf seine Schüler und ja, manchmal auch einen Scherz auf den Lippen, um den Unterricht aufzulockern! Dazu strahlt er Ruhe aus, auch in schwierigen Situationen, und sorgt stets für ein sicheres Gefühl bei den Schützlingen.

Viele Skilehrer haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und fahren gerne Ski. Sie schätzen es, in einer landschaftlich reizvollen Umgebung zu arbeiten und lernen gerne interessante Leute kennen. So manche Skilehrer bringen schon seit Jahrzehnten Generationen von Skifahrern den richtigen Schwung näher. Sie sind sozusagen die „Urgesteine“ einer Skischule und werden gerne von Stammgästen und prominenten Skischülern gebucht. Wenn er auch euch unter seine Fittiche nimmt, erhaltet ihr über die erworbenen sportlichen Kenntnisse hinaus einen authentischen Einblick in die Urlaubsregion. Alle, die also weniger an ihrer Technik feilen wollen, sondern gerne auch plauschen, Anekdoten lauschen und Land und Leute besser kennenlernen wollen, können dies bereits bei der Kursbuchung mitteilen – eine gute Skischule wird versuchen, euch den passenden Skilehrer zuzuordnen.

 

Die besten Skischulen?

Noch vor wenigen Jahren gab es den Skiareatest, der die besten Skischulen im Alpenraum auszeichnete, heute muss man sich allerdings auf andere Quellen verlassen. Am einfachsten: Folgt den Empfehlungen von Freunden. Diese werden eine Skischule nur empfehlen, wenn sie wirklich gute Erfahrungen mit ihr gemacht haben.

Auch lohnt es sich mit Sicherheit, Internetbewertungen aufmerksam zu lesen. Egal ob Facebook, TripAdvisor, Google oder andere Bewertungsplattformen - hier findet man meist authentische Meinungen. Diese stellen aber natürlich immer subjektive Erfahrungen in den Vordergrund, ihr solltet also nicht davon ausgehen, dass ihr alles genauso empfindet und bewertet wie die Rezensierenden. 

In den meisten Alpenländern gibt es Organisationen, die Siegel für gute Skischulen vergeben. Daran kann man sich gut orientieren: In Tirol gibt es zum Beispiel den Quality Award von Snowsport Tirol, der messbare Qualitätskriterien im österreichischen Skischulwesen geschaffen hat. Derart ausgezeichnete Skischulen garantieren ihren Gästen die höchsten Qualitätsstandards, sie müssen sich einer strengen Kontrolle unterziehen. In Deutschland werden Skischulen als DSV- oder DSLV-Skischule zertifiziert und müssen dafür verschiedene Kriterien erfüllen, es lohnt sich also ein Blick auf die jeweiligen Auszeichnungen der Skischulen.

 

Übrigens, wenn ihr heutzutage ganz modern einen Skilehrer buchen wollt, schaut doch mal bei CheckYeti rein. Hier werden Skischulen und Skilehrer vermittelt:

Auch die Tourismusverbände eurer Urlaubsregion vermitteln euch mit Sicherheit gerne an eine gute Skischule.

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