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3S-Bahn in Zermatt eingeweiht: Historischer Tag in der Geschichte der Seilbahnen

4. Oktober 2018 | Skiinfo / Leitner Ropeways

Skigebiete in diesem Artikel: Zermatt

3S-Bahn in Zermatt eingeweiht: Historischer Tag in der Geschichte der Seilbahnen- ©LEITNER ropeways

Copyright: LEITNER ropeways

Der 29. September 2018 markiert einen historischen Tag in der Geschichte der Seilbahnen. Mit der Eröffnung der höchsten 3S Bahn der Welt am Klein Matterhorn vereinen sich gleich mehrere rekordverdächtige Fakten in einem einzigen Projekt. So führt die Fahrt über eine Strecke von vier Kilometern auf fast 4.000 Meter Meereshöhe und damit zur höchsten Bergbahnstation Europas.

Das Projekt mit einer Investitionssumme von 55 Millionen Franken ist ein Meilenstein in der knapp 40-jährigen Geschichte des Schweizer Skigebiets. Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit wurde die technisch höchst anspruchsvolle Dreiseilumlaufbahn auf das Klein Matterhorn am 29. September eröffnet. Damit blicken die Verantwortlichen des Projekts auf eine besonders herausfordernde Zeit zurück, die Mensch und Material auf eine außergewöhnliche Belastungsprobe stellte. Allein das acht Kilometer lange Zugseil bringt stolze 67 Tonnen Gewicht auf die Waage und ist auf dem längsten Spannfeld der Anlage über eine Distanz von drei Kilometer freihängend installiert.

Auch die Arbeitsbedingungen in der hochalpinen Umgebung mit Temperaturen von bis zu minus 30 Grad sowie Windspitzen von bis zu 240 km/h erforderten von den insgesamt 145 am Bau beteiligten Personen logistische und körperliche Höchstleistungen – bestes Beispiel dafür war die Errichtung der Bergstation auf fast 4.000 Metern Seehöhe.

„Insgesamt flossen 27.000 Stunden an Projektarbeit unserer Techniker in die 3S Bahn. Zudem meisterte das hoch spezialisierte Team eine Vielzahl an Herausforderungen – von der gesamten Transportlogistik über die Vorfertigung der Stationen in Sterzing bis hin zur von schwierigsten Wetterbedingungen geprägten Arbeit am Berg“, so Martin Leitner, Vorstandsmitglied der LEITNER Unternehmensgruppe.

 

Kabinen im Pininfarina Design mit tausenden Swarovski® Kristallen

 

Als Dreiseilumlaufbahn ist der „Matterhorn glacier ride“ bestens für alle Wetterlagen gerüstet. Die 3S Technologie bietet höchste Windstabilität und verfügt durch die im Vergleich zu anderen Anlagentypen längeren Spannfelder die bauliche Grundlage, um ein Projekt in diesem Gelände zu realisieren. Die hohen Maßstäbe spiegeln sich bei diesem Ausnahmeprojekt auch im Design wieder. So sind die 25 Kabinen der ganzjährig betriebenen Bahn mit ihren jeweils 28 Sitzplätzen in der Premiumversion mit extrabreitem Einstieg, Rundumverglasung, großflächigen Panoramafenstern und den Materialien Leder und Alcantara ausgeführt. Für die Gäste eröffnet sich während der Fahrt ein völlig neuer Rundumblick auf die Gletscherlandschaft.

Die Symphony-Kabinen „aus der Feder“ der italienischen Designschmiede Pininfarina sorgen am Matterhorn zugleich für eine weitere Weltneuheit. So veredeln erstmals in der Geschichte von LEITNER ropeways tausende Swarovski® Kristalle die Außenseite von vier der 25 Kabinen und zieren zudem die Beschriftung der komfortablen Sitze. Dank einer weiteren technischen Besonderheit offenbaren diese Kabinen während der neunminütigen Fahrt einen spektakulären Blick: Nach drei Minuten, auf einer Höhe von 170 Metern über Grund, klärt sich ihr bis dahin trüber Glasboden und gibt in Sekundenschnelle einen grandiosen Blick auf die Gletscherlandschaft frei. Möglich wird dies durch ein aktives Verbundglas, das unter dem Einfluss von Strom von milchig - weiß auf durchsichtig wechselt.

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Auch das Design der Stationen bettet sich harmonisch in den Stil der neuen Bahn ein. Die Bergstation erinnert an einen Felsblock und imitiert damit baulich ihre Umgebung. Die Tal- und Bergstation bestehen aus großflächigen Fotovoltaik - und Glaselementen in rhythmischer Anordnung, welche von der Unterkante der Garagierungsebene bis zur Dachoberkante reichen. Insgesamt wurden an beiden Stationen 765 Solarmodule angebracht.

 

„Projekt zeigt, dass man das Unmögliche möglich machen kann!“

 

Mit der neuen 3S Bahn beginnt in Zermatt nach knapp vier Jahrzehnten eine neue Zeitrechnung. „Seit 1979 die ersten Gipfelstürmer mit der Pendelbahn aufs Klein Matterhorn schwebten, hat sich enorm viel getan. Eines aber bleibt: Die magische Anziehungskraft, die das Klein Matterhorn auf die Menschen ausübt. Mit dem “Matterhorn glacier ride”, einer technischen Meisterleistung von LEITNER rope ways, wird dieser magische Berg für unsere Gäste komfortabel und schnell erreichbar. Zudem wurde der Grundstein für das geplante Alpine Crossing gelegt, welches die Gebiete von Zermatt (CH) und Cervinia (IT) zukünftig auch ganzjährig für Fussgänger verbinden soll", so Markus Hasler, CEO Zermatt Bergbahnen AG. Die 3S Bahn ist der erste Schritt zu einem einzigartigen Alpenübergang zwischen Norditalien und Zermatt und langfristig die Verbindung der drei Skigebiete Zermatt, Cervinia/Valtournenche und Monte Rosa. Auch für Martin Leitner ist der „Matterhorn glacier ride“ in jeder Hinsicht eine Bahn der Superlative. „Die Anlage ist ein Prestigeprojekt mit weltweiter Referenz, das mich mit großem Stolz erfüllt. Es erhöht nicht nur den Stellenwert unseres Unternehmens, sondern beweist zudem, dass man das scheinbar Unmögliche möglich machen kann!“

 

3S Matterhorn glacier ride:

 

- Höchste 3S Bahn weltweit
- Höchste Bergstation Europas
- Kabinendesign: Pininfarina
- Panoramablick durch Rundumverglasung
- Decke der Kabinen mit sternenähnlicher LED - Beleuchtung

 

TECHNISCHE DATEN:

 

Höhe Talstation: 2.923 m
Höhe Bergstation: 3.821 m 
Geneigte Länge: 3.765 m
Höhenunterschied: 900 m
Förderleistung: 2.000 p/h 
Geschwindigkeit: 7,5 m/sec 
Fahrtzeit: 9 min.
Kabinenanzahl: 25, vier davon sind "Crystal ride" Kabinen mit 280.000 Swarovski Kristallen und Glasfußboden
Kabinenkapazität: 28 Sitzplätze

 

 

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