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7 Mythen über das Skifahren im Frühling

12. März 2019 | Skiinfo

7 Mythen über das Skifahren im Frühling- ©Skilifte Hochfügen/Santinga
Copyright: Skilifte Hochfügen/Santinga

Die besten Monate zum Skifahren sind der Dezember und der Januar? Im Frühling sollte man die Ski eigentlich schon längst im Keller verstaut haben? Warum diese Meinung nicht ganz richtig ist, klären wir hier auf. Denn die schönen Tage im März und April sind oft eine tolle Gelegenheit, die Freuden des Skifahrens mal auf eine andere Weise zu genießen.

 

Mythos Nr. 1: Nach Ende März gibt es kaum noch Schnee




Anfang Dezember sind wir alle nach einem langen Sommer und Herbst bereit, auf etwa zwanzig Zentimeter Schnee Ski zu fahren. Die Wartezeit war lang, der Hunger auf Winter groß, da nimmt man auch mal eine minimale Schneedecke in Kauf. Im Frühling aber, da hat man immer Angst: Reicht der Schnee aus? Ist noch genug da, wenn ich im März oder April in den Skiurlaub fahre? Die Antwort ist meist eindeutig: Ja, es ist genug da. Den kompletten Winter über haben sich die Schneefälle aufgetürmt, oft liegt mehr als genug und viele Skigebiete bieten selbst am letzten Tag der Saison am Berg noch Schneehöhen von mehr als einem Meter. Macht euch also keine Sorgen: Wenn ihr euch für ein alpines Skigebiet entscheidet, dürftet ihr kaum die Möglichkeit haben, das Skifahren auf Gras zu üben. Im März und meistens auch noch im April ist auf den Pisten noch genug Schnee, versprochen!

 

Mythos Nr. 2: Im Frühling ist der Schnee schlecht zum Skifahren




Eine andere Aussage, die der Grundlage entbehrt. Während sich während der Wintersaison die Qualität der Schneedecke während des Tages wenig ändert, ist das nach der Ankunft der milderen Frühlingstage anders. Die Schneebeschaffenheit variiert von Stunde zu Stunde und verwandelt sich im Rhythmus des Sonnenscheins. Wer gut plant, der kann aber mit entsprechendem Timing vorsorgen. Morgens sollte man früh starten und dann lieber den Skitag um 14 Uhr beenden, bevor es richtig sulzig und buckelig wird. Ein Skigebiet mit verschiedenen Expositionen bietet genug Optionen. Man kann quasi den Sonnenschein auf den verschiedenen Pisten der Region verfolgen und so über mehrere Stunden hinweg die besten Skibedingungen genießen, wenn der Schnee "auffirnt", sehr gute Unterstützung bietet und Kurven wie an der Schnur gezogen ermöglicht. Fazit: Auch wenn im Frühjahr der trockene Powder tatsächlich seltener ist, ist der Schnee alles andere als schlecht. Man muss nur wissen, wo man wann sein muss, um den perfekten Frühlingsschnee genießen zu können.


Mythos Nr. 3: Es ist zu warm zum Skifahren


Man hört es immer und ständig: "Es ist viel zu warm zum Skifahren.", "Ich gehe bei dem Wetter lieber biken.", "Da schwitzt man sich ja tot." ... Aber ehrlich, wenn ihr euch entscheiden könntet, würdet ihr dann nicht lieber nur mit einem Pullover oder einem ärmellosen Fleece Ski fahren, anstatt in sperrige Kleidungsstücke und Anoraks eingepackt zu sein? Im Januar könnt ihr -15 °C ertragen, im April aber keine +12 °C? Also wer das Vergnügen nicht erträgt, Ski zu fahren, auf den Sonnenterrassen der Bergrestaurants die Sonne das Gesicht bräunen zu lassen, die Einkaufsstraßen der Skidörfer im T-Shirt zu erkunden und die guten Sonderangebote vor Ort zu entdecken - tja, der sollte es dann vielleicht einfach sein lassen. Ja, im Frühling ist es manchmal ziemlich warm in den Bergen, aber das ist auch gut so!

 

Mythos Nr. 4: Im Frühjahr sind nicht alle Skipisten geöffnet, der Skipasspreis bleibt jedoch unverändert


Richtig ist, dass einige Abfahrten und Lifte im Frühjahr manchmal geschlossen werden müssen. Doch die Betreiber der Skigebiete bemühen sich häufig, diesem Problem mit ermäßigten Preisen, Nebensaisonangeboten, speziellen Kinderrabatten und der Verschiebung von Öffnungszeiten entgegenzutreten. Es stimmt also nicht, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis im Frühjahr schlechter wird. Außerdem: Im Frühjahr ist die Gefahr von Winterstürmen, die das ganze Skigebiet lahmlegen können, deutlich geringer. Und, auch nicht zu verachten: Da die Skigebiete im Frühling leerer sind, kann man in der gleichen Zeit deutlich mehr fahren, da es keine Wartezeiten mehr an den Liften gibt.


 

Mythos Nr. 5: Im Frühling kann man viel bessere Sachen machen als Ski zu fahren


Warum zwischen Gartenarbeit und Skifahren, Mountainbiken und Snowboarden, Rollerbladen und Langlaufen wählen? Warum nicht alle Leidenschaften gleichzeitig genießen? Die Monate März / April sind in der Tat das Bindeglied zwischen Winter und Frühling, zwischen Schneesport und Wärmebedarf, zwischen Raclette und Frühlingsgemüse, zwischen Glühwein und Aperol Spritz ... Anstatt eure Ski vorzeitig einzulagern, warum organisiert ihr euch nicht morgens ein paar Stunden Skispaß und am Nachmittag eine Mountainbike-Tour (oder Angeln, Gartenarbeit, Grillen...)?

 

Mythos Nr. 6: Am Ende der Saison bieten die Skigebiete keine Unterhaltung mehr


Die Hochsaison für die Skigebiete ist eigentlich im Januar und Februar, doch natürlich bemühen sie sich, die Saison so lange wie möglich zu verlängern. Dafür haben sie meist kein andere Wahl, als ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm und einen originellen Veranstaltungskalender anzubieten. Skirennen, Festivals, Konzerte - gerade im Frühjahr gibt es fantastische Events, die einen Besuch in den Skigebieten zu etwas ganz Besonderem machen!


Mythos Nr. 7: Im Frühjahr sind die Geschäfte in den Skigebieten schon geschlossen

 

Obwohl das Dienstleistungsangebot tendenziell ab Mitte April allmählich reduziert wird, ist es das Ziel der Skigebiete ein ebenso umfassendes Urlaubserlebnis zu bieten wie im Januar/Februar. Die Dienstleistungen (Shuttles, Tourismusbüros, Skischulen ...), die Geschäfte (Restaurants, Skigeschäfte, Lebensmittel, Tabakwaren, Presse ...) und die Gastgeber (Hotels, Residenzen, Chalets ...) sind daher meist mindestens solange in Betrieb, wie das Skigebiet geöffnet ist. Als Sahnehäubchen auf dem Kuchen bieten sie sogar großartige Aktionen  und Rabatte, wenn es Richtung Saisonende geht!

 

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