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Im Test: ODLO I-THERMIC Midlayer

15. Januar 2020 | Skiinfo

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Braucht man das? So unser erster Gedanke, als wir von ODLOS I-Thermic Unterwäsche hörten. Beheizbare Unterwäsche bzw. Midlayer für das Skifahren? Naja, warum eigentlich nicht. Und so haben wir Odlo nach einem Testprodukt gefragt und das gute Stück im Januar mit nach Flims Laax genommen. Leider nicht bei besten Testbedingungen, denn bei viel Sonne und recht warmen Temperaturen kam man ohnehin nicht richtig ins Bibbern und Frieren, so dass beheizbare Unterwäsche eher fehl am Platz war. Aber man kann sich die Testbedingungen nicht immer aussuchen, das haben wir in vielen Jahren am Berg schon oft feststellen müssen. Einen guten Eindruck über das Produkt und dessen Qualität konnten wir dennoch gewinnen!

 

Das sagt der Hersteller:

 

ODLO freut sich, in Zusammenarbeit mit Clim8 und Twinery die neueste Innovation I-THERMIC vorstellen zu können – die fortschrittlichste intelligente Wärmetechnologie auf dem Markt, die den Trägern die volle Kontrolle über ihr persönliches Mikroklima ohne zusätzliche, sperrige Schichten gibt. Dank dieser zusätzlichen Kontrollmöglichkeit sind im Wintersport keine zusätzlichen Layer vonnöten.

 

Mit dem I-Thermic Midlayer gönnst du dir während der kalten Jahreszeit bei all deinen Outdoor-Unternehmungen maximale Wärme. Und das geht so: Hochmoderne I-Thermic Sensoren lassen sich via Smartphone-App steuern, um deine Körpertemperatur zu regulieren. Diese Wärmesensoren und -drähte sind nahtlos in die Gewebefasern integriert und strategisch an den Körperzonen positioniert, die besonders kälteempfindlich sind, wie etwa im Nierenbereich.



Dieser Midlayer eignet sich ideal zum Skifahren, Trecking oder für Bergtouren, damit du länger zuverlässig warm bleibst. Die intelligente mittlere Schicht wärmt dich sogar, wenn du stillstehst oder im Skilift sitzt. Wenn du an tragbarer Technologie Spaß hast und körperzonenspezifische futuristische Wärme genießen willst, dann ist das ODLO I-Thermic Oberteil genau die richtige Wahl!

 

Bilder & Videos

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Das sagt die Skiinfo-Redaktion:

 

Ein Schmunzeln konnten wir uns beim Auspacken des I-Thermic Midlayers nicht verkneifen, denn soeben saßen wir noch im Pullover auf 2000 Metern Höhe auf der Hütte und haben die Sonne genossen. Aber so ist es nunmal und am folgenden Tag sollte es ja zum Glück etwas kälter werden. Also, wie funktioniert das denn jetzt mit der beheizbaren Skiunterwäsche?

 

Eigentlich ganz einfach: Zunächst lädt man den mitgelieferten Akku und Empfänger (Core8), der etwa 6,5x4,5cm misst, über ein USB-Kabel auf. In der Zwischenzeit lädt man sich die Clim8 App im Android Store oder im Apple Store herunter und installiert sie, gibt seine Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht an. Warum? Damit später der Wärmebedarf optimal an den Träger des Midlayers angepasst werden kann. Hat man das alles gemacht, kann man den Akku mit sechs Druckknöpfen seitlich in einer kleine Tasche mit dem Midlayer verbinden und anschalten. Es folgt die Kopplung von App (via Bluetooth) und Shirt. Dann zieht man das Shirt an, es wird noch eine Körpertemperaturmessung (Kalibrierung) vorgenommen und schon kann man starten. Simple und schnell funktioniert das alles, und zwar ohne Bedienungsanleitung - die haben wir im hochwertigen Produktkarton leider vermisst, die notwendigen Infos zum Ablauf der Inbetriebnahme mussten wir online auf der Seite von ODLO nachschauen.

 

 Neuschneehöhe Saas-Fee

 

Und wie verhält sich das Ganze jetzt auf der Piste? Also, man kann schon vor dem Start in den Tag eingeben, ob man eher eine Frostbeule oder ein Warmblüter ist. Die Clim8-Technologie misst dann die ganze Zeit (einsehbar über die App) die Temperatur auf der Haut (die Temperatur entspricht natürlich nicht der normalen Körpertemperatur von ca. 37 Grad, da sie nur auf der Haut und nicht im Körper gemessen wird). Wird die Haut zu kalt, beginnt der Midlayer zu wärmen. Und das ganz dezent, ohne dass man Gefahr läuft, mit Hautverbrennungen dazustehen, aber doch merklich. Das ist angenehm, wenn man zum Beispiel mal lange im kalten Sessellift sitzt oder ein eisig kalter Wind einen frösteln lässt. Die Heizelemente befinden sich im Nierenbereich und vorn am Bauch, ziehen sich also einmal um den Körper.

 

Wie bereits einleitend erwähnt - bei unserem Test war die Außentemperatur leider ziemlich hoch, so dass auch die automatisierte Erwärmung so gut wie nie nötig war. Aber, man kann über die App die Heizelemente natürlich auch manuell ansteuern und erhitzen, was wir mehrfach gemacht haben. Ergebnis: eine angenehme Wärme in der Körpermitte!

 

Was gibt es noch zu erwähnen? Die Akkulaufzeit hat positiv überrascht, nach zwei Skitagen war der Akku immer noch gut geladen, also kein Problem (allerdings musste das Shirt bei den äußeren Bedingungen auch nicht dauerhaft durchheizen, sondern arbeitete nur punktuell). Der Tragekomfort des sehr elastischen Midlayers (50% Polyester, 40% Polyamid, 10% Elasthan) ist gut, aber nicht überragend. Unabhängig von der Heizfunktion kam uns der Stoff etwas kratzig vor, hier gibt es noch Optimierungsbedarf. Erste Bedenken, dass der Akku seitlich am Körper doch etwas stören könnte, waren unbegründet - kaum auf der Piste, hat man ihn sofort vergessen und merkt ihn auch nicht mehr. Lediglich Stürze auf die Akku-Seite sollte man vermeiden, das dürfte zu bösen Prellungen führen.

 

 Neuschneehöhe Saas-Fee

 

Fazit: Aus dem "Braucht man das?" ist nach unserem Test ein "Cooles Teil!" geworden. Insgesamt muss man schon sagen, dass beheizbare Handschuhe und Skischuhe für frierende Skifahrer vermutlich die sinnvolleren Gadgets sind, denn hier friert man am meisten und die Körpermitte kann ja auch gut mit der passenden Kleidung (mehrere Schichten, wärmende Daune etc...) warm gehalten werden. Dennoch haben wir das I-Thermic ins Herz geschlossen, ist es doch endlich mal ein gelungenes beheizbares Kleidungsstück mit einer ausgefeilten Technik und einer gut durchdachten und einfach zu bedienbaren App als Steuerungstool. Hut ab, ODLO und Partner, das habt ihr sehr gut hinbekommen. Zu kaufen gibt es das I-Thermic für 299,95 Euro hier.

 

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