Wer sich genauer mit dem Thema Koordination beschäftigt, stößt unweigerlich auf die unterschiedlichen koordinativen Fähigkeiten. Je nach Autor werden hier in der Trainingswissenschaft fünf bis sieben verschiedene Vertreter aufgezählt - wir stellen die einzelnen hier kurz vor.

Die kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
Gemeint ist die Fähigkeit zum Erreichen einer hohen Feinabstimmung einzelner Bewegungsphasen und Teilkörperbewegungen, die in großer Bewegungsgenauigkeit und Bewegungsökonomie zum Ausdruck kommt. Man kann es auch als Hand-Auge-Koordination bezeichnen - oder als Ballgefühl.

 


Reaktionsfähigkeit
Was die wissenschaft als Reaktionsfähigkeit beschreibt, ist wohl eher eine Fertigkeit: Nämlich die, möglichst schnell auf Signale aller Art zu reagieren und ebenso schnelle und zweckmäßige motorische Aktionen einzuleiten.

Kopplungsfähigkeit
Auch beim Skisport ist es immens wichtig, dass mehrere Teilkörper, also beispielsweise Beine, der Oberkörper und Arme, Bewegungen gemeinsam und gut aufeinander eingespielt ausführen. Nur dann kannes zur maximalen Kraft- oder Schnellkraftentfaltung kommen. Dieses Zusammenspiel bezeichnet man als Kopplungsfähigkeit.

Orientierungsfähigkeit
Der Name sagt es aus: Wie kann sich der eigenen Körper im Raum orientieren? Wer in dieser Fähigkeit gut geschult ist, kann das sehr gut - und auch eine zielangepasste Veränderung der Lage und Bewegung des eigenen Körpers vornehmen. Für Skirennläufer eine unverzichtbare Kunst.

Gleichgewichtsfähigkeit
Die Fähigkeit, den gesamten Körper im Gleichgewichtszustand zu halten setzen wohl viele mit Koordination gleich. Hierzu zählt es auch, während oder nach umfangreichen Körperverlagerungen einen Zustand beizubehalten oder wiederherzustellen. Auch das ist für Skifahrer ein wichtiger Part.

Umstellungsfähigkeit
Ändert sich während einer Bewegungsausführung plötzlich die Situationen, muss der Aktive seine Handlung zweckmäßig anpassen. Wenn ein Skifahrer also bei einer Kurve merkt, dass der Ski weggeht, muss er schnell und richtig handeln, um einen Sturz zu vermeiden. Dieser Prozess wird in der Literatur als Umstellungsfähigkeit bezeichnet.

Rhytmisierungsfähigkeit
Die auch als Rhythmusfähigkeit beschriebene siebte Instanz der koordinativen Fähigkeiten trägt seine Bedeutung bereits in sich: Hier geht es darum, Bewegungsabläufe rhythmisch zu gestalten und diesen Rhythmus beizubehalten.